Neonazis töten 27-jährigen Dmitrij Kashizyn

-das hier ist nur copy+paste, hinterfragen müsst ihr selber-

Am Samstag, den 23.05.2010 ereignete sich in Moskau erneut ein Mord an einem Angehörigen einer Subḱultur. Eine Gruppe von Neonazis tötete den 27-jährigen Dmitrij Kashizyn einzig aus dem Grund, weil sie ihn für einen Antifa-​Aktivisten hielten.
Übersetzung des Berichts von antifa.ru:

Gestern abend feierte eine Gruppe junger Leute den Geburtstag eines ihrer Musiker-​Freunde bei einem Grill-Abend in der Nähe der Stroginskij-​Brücke im Nord-Westen Moskaus. Nach dem Ende der Feier gingen die meisten Gäste, nur etwa 15 Leute, der größte Teil junge Frauen, blieben, um aufzuräumen. Alle von ihnen besaßen ein „slavisches“ Äußeres. Plötzlich wurden sie von einer ca. 40-köpfigen Gruppe Neonazis angegriffen, die sich von der Brücke her näherte. Mit dem Ruf „Das sind sie, holt sie euch!“ begannen die Neonazis, aus Gaspistolen zu feuern und sich auf die Gruppe zu stürzen. Einem Augenzeugen zufolge machten es sich die Angreifer zum Ziel, alle Anwesenden zu attackieren. Eine der Frauen trafen sie mit einem Pflasterstein, wobei ihre und Wirbelsäule verletzt wurde. Als diejenigen, die fliehen konnten, wieder an den Tatort zurückkehrten, fanden sie den 27jährigen Dmitrij Kashizyn in einer Blutlage liegend vor. Ihm waren an die 15 Messerstiche zugefügt worden, durch die er an Ort und Stelle verblutete.
Die Miliz traf 10 Minuten nach den Geschehnissen ein, ein Krankenwagen erst 40 Minuten später.
Anhand der Aussage eines Augenzeugen dieser Tragödie kann der Ablauf des Mordes rekonstruiert werden:
Die Gruppe junger Leute feierte friedlich den Geburtstag ihres Freundes. Viele von ihnen waren selbst Musiker_innen oder Anhänger_innen der Hardcore-​Szene,​ was ihnen äußerlich an ihrem Kleidungsstil auch anzusehen war. Es ist anzunehmen, dass es gerade das subkulturelle Äußere sowie die Tattoos der Anwesenden waren, welche die Aufmerksamkeit der Neonazis erregten. Mit der Annahme, es handle sich bei der Gruppe um Antifa-​Aktivist_​innen,​ beschlossen sie vermutlich, diese anzugreifen. Dass es sich hierbei um einen geplanten und zielgerichteten​ Angriff handelte, lässt sich anhand einiger Faktoren aufzeigen.

1.) Der Angriff geschah zum Ende der Feier. Ein Neonazi muss die Feiernden zufällig entdeckt und seinen Kameraden von ihnen berichtet haben, woraufhin sie den Angriff vorbereiteten.
2.) Bei ihrer Attacke schrien die Angreifer typische und eindeutig neonazistische Losungen und trugen sowohl nicht-letale Schusswaffen als auch Messer bei sich.
3.) Alle Neonazis waren vermummt.

Von den Freunden des Ermordeten haben wir erfahren, dass keine der anwesenden Personen der Antifa angehörte bzw. sich überhaupt für Politik interessierte. Auch Dmitrij Kashizyn selbst besaß keinerlei Verbindungen zur antifaschistisc​hen Bewegung, er war lediglich ein Hardcore-Fan, der ab und zu Konzerte seiner Lieblingsbands besuchte. Keine_r der Angegriffenen trug Selbstverteidig​ ungswaffen bei sich, der äußerst brutale Überfall kam für alle überraschend.

Die Neonazis griffen also eine harmlose Gruppe feiernder junger Menschen an, schlugen sie zusammen und ermordeten einen jungen Mann einzig aus der Annahme heraus, er könne ein politischer Gegner sein.

Dieses schreckliche Ereignis beweist zum wiederholten Male, dass die Gefahr, von Neonazis attackiert oder ermordet zu werden, jede_n von uns treffen kann, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität.

Die Antifaschist_​innen Moskaus bekunden der Familie des Ermordeten ihr Beileid. Wir werden unser Möglichstes dafür tun, dass die Schuldigen nicht unbestraft bleiben. Das Geschehene bestärkt uns einmal mehr in dem Wissen, dass die neonazistische Bedrohung real ist und das es eine existentielle Notwendigkeit ist, gegen Neonazist_​innen und ihre Symphathisant_​innen Widerstand zu leisten. Es ist die Pflicht eines jeden vernünftigen Menschen, das Möglichste zu tun, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt.

Dmitrijs Freunde haben einen Spendenaufruf zur Unterstützung der Familie gestartet.

Quelle: http:​/​/​www.​antifa.​ru/​4462.​html





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